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14. August 2008

Costa Brava Reisebericht: Cadaques in Spanien

Kategorie: Costa Brava – 19:59

Viele werden nun entsetzt schauen, wenn das Wort Spanien und Costa Brava fällt. Sie denken an Hochhäuser und Massentourismus, an schmutziges Wasser und Discolärm, an Sauerkraut und Bundesliga und sagen, dass kann ich auch daheim haben. Cadaques ist ganz anders. Und einfach zu erreichen.

Von der Mitte in Deutschland oder aus dem Süden oder aus Österreich oder Schweiz geht es ganz bequem mit dem Nachtzug nach Figueres. Dali und ein weltbekanntes Problem gehören unverwechselbar zusammen. Die Morgensonne weckt gleich nach der französich spanischen Grenze. Empfehlenswert ist ein Frühstück im Zug. Direkt vom Bahnhof in Figueres geht es mit dem Bus weiter nach Cadaques mit einer Direktverbindung. Vorbei an Rosas, das ist allerdings typisch Costa Brava: Touristenmassen, laut und schmutzig. Wer es mag, kann auch hier Urlaub machen. Lange Strände und viel viel los. Wer es mag. Der Bus fährt nach Rosas den Berg hinaus in endlos langen Serpentinen. Oben ist ein Leuchtturm zu sehen und eine Radiostation. Sonst sieht die Landschaft doch etwas trostlos aus. Felsen und nichts wächst. Irgendwie sieht es aus wie ungemütliche Wildnis. Wenn der Bus dann den Gipfel erreicht ist unten das diamantblaue Meer zu sehen und langsam windet sich der Bus dann seinem Ziel entgegen: Dem Busbahnhof von Cadaques. Und das ist wirklich sowas wie ein Paradies oder eine Perle. Fast sieht der Ort, Dorf ist es nicht und Stadt ist es auch nicht, aus wie vor vielen hundert Jahren. Enge Gassen und Fischer, fast nur Einheimische und dazwischen ein paar Touristen. Möglich an Tourismus ist alles: Vom Tauchen bis zum Surfen. Aber alles ist, weil alles an der Küste liegt, die viele Kurven hat und verwinkelt ist, etwas versteckt und kaum zu sehen. So kann auch stundenlang die Küste entlang gegangen werden, zb Abends oder am frühen Morgen. Tags ist es auch nicht so heiss, weil durch die Winkel der Küste immer überall etwas Schatten ist. Lohnend ist ein Spaziergang egal zu welcher Zeit auch durch die endlosen kleinen Gassen. Man ist mittendrin im spanischen Alltag und hört von den Jugenddiskussionen bis zum Familiensalat einfach alles. Übernachtet werden kann im Hotel oder im Bungalow oder auf dem Campingplatz oder in Pensionen oder im Zimmer bei einer spanischen Familie. Spanischkenntnisse sind in jedem Fall hilfreich, vor allem dann auch beim Lesen der Speisekarte. Und fürs Faulsein gibt es tolle und romantische Klippen oder kleine Strände und zwar in unbegrenzter Anzahl. Jeden Tag kann eine neue Badegelegenheit benutzt werden, mit und ohne Schatten. Und es gibt auch viele Felsen, um direkt ins Meer zu springen. Mitnehmen zum Strand tue ich und würde ich: frischen Tomaten und den tollen Käse und Bagette.  Einziger heikler Punkt beim Baden sind die Seeigel, deswegen besser mit Taucherbriille ins Wasser oder hinaus. Dafür gibt es auch beim Schnorcheln viel zu sehen. An Essen empfehle ich Fisch, wobei es natürlich auch Fleisch gibt und in ein paar Restaurants gibt es deutsche Küche, wer gar nicht darauf verzichten mag. Den Morgen beginne ich immer mit einem Kaffee in einem der Hotels oder Restaurants am Hafen. Und noch ein Tipp zum Schluss: Die Spaniere haben ganz tole Süssigkeiten, zb den Flan. Warum weiss ich nicht, aber in jedem Fall schmeckt es anders als bei uns.

4.14 von 5 Punkten, basierend auf 7 abgegebenen Stimmen.
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