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9. August 2008

Indonesien Reisebericht: LTI Hotel Bali Mandira in Legian

Kategorie: Indonesien – 14:48

Unsere Residenz auf Bali war das ehemalige LTI Hotel Bali Mandira in Legian, ca. eine halbe Autostunde vom internationalen Flughafen Ngurah Rai entfernt. Gerade das “Touristendreieck” im Süden der Insel rund um Denpasar, Kuta und Sanur hat sich in den letzten Jahren eine Touristenhochburg entwickelt.

Wer exklusive Hotels, herrliche Strände, Einkaufmöglichkeiten und ein breites Freizeitangebot sucht, ist hier genau richtig. Leider ist in dieser Region vom ursprünglichem Bali nicht mehr so viel zu sehen. Deshalb empfiehlt sich, um die wahren und ursprünglichen Eindrücke von Land und Leute zu bekommen, eine Erkundung der Insel mit organisierten oder privaten Touren auf jeden Fall. Man wird es nicht bereuen diese sympathischen und stets freundlichen und hilfsbereiten Einwohner und die für uns so fremde Kultur kennen zu lernen. Auf Bali gibt es aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Äquator keine Jahreszeiten. Das tropische Klima ist im ganzen Jahr gleich. Bali ist mit seinen ca. 5.500 qkm eine der kleineren Inseln der indonesischen Inselwelt aber sicher eine der bekanntesten. Nach einem Einbruch des Touristenaufkommens nach dem schrecklichen Bombenanschlag auf die Diskotheken Sari Club und Paddy’s in Kuta am 12. Oktober 2002, bei dem 202 Menschen getötet wurden, erholt sich diese Haupteinnahmequelle für die Insel langsam wieder und es kommen wieder mehr Touristen auf die Insel. Und viele sind danach mit dem “Bali-Virus” infiziert so dass die erste Reise oft nicht die letzte war. Wer diese Insel einmal erlebt hat, kann dies gut verstehen.

Schon die Anreise ist ein Abenteuer für sich. Unser Flug ging mit der Singapore Airlines ab Frankfurt über Singapur nach Bali. Da wir aus dem Ruhrgebiet stammen hieß das: Erst anderthalb Stunden Fahrt mit dem ICE nach Frankfurt, danach ca. 12 Stunden Flug nach Singapur und noch einmal 2,5 Stunden von Singapur nach Bali, mit den entsprechenden Aufenthalten. Also volles Programm. Aber die Reise war gut organisiert und es gab keinerlei Probleme. Ich muss leider sagen, den Frankfurter Flughafen fand ich sehr unübersichtlich und nicht immer klar ausgeschildert. Vielleicht lag es auch daran, dass ich erst das zweite Mal von hier gestartet bin. Einen sehr positiven Eindruck hatte ich von Singapore Airlines. Es war mein erster Flug mit dieser Gesellschaft. Zwar gibt es in den Maschinen nicht mehr Platz als bei anderen Gesellschaften aber der Service ist einfach spitzenklasse. Die Stewardessen im traditionellen Sari gekleidet gaben sich alle Mühe die ca. 600 Passagiere während der gesamten Zeit durchgehend zu betreuen. Und das immer mit einem Lächeln. Das Essen an Bord war sehr gut (es gab zwei Hauptmenüs zur Auswahl) und sämtliche Getränke, auch alkoholische, waren kostenlos. Außerdem gab es an jedem Platz einen Bildschirm im Vordersitz mit jeder Menge Unterhaltung. Es gab z. B. 3 aktuelle Kinofilme, ca. 15 Videokanäle und noch einmal so viele Fernsehkanäle. Dazu eine riesige Auswahl von CDs der verschiedensten Musikrichtungen. Man konnte sich eigene Playlisten zusammenstellen. Wem dies nicht kurzweilig genug war konnte sich mit Computerspielen die Zeit vertreiben. Die Flüge verliefen absolut ruhig und die Landungen waren so sanft wie ich es selten erlebt habe. Nicht umsonst sind die Piloten von Singapore die bestbezahltesten der Welt. Das nächste Highlight war der Flughafen in Singapur. Der Changi-Airport ist eine echte Wucht! Alles mit Teppichboden (!!) ausgelegt, sehr gepflegt und irre sauber! Selbst die Toiletten waren vollautomatisch. Alle Waschbecken waren in verschiedene Höhen angebracht und alles blitzte und blinkte, so sauber war es! Wir waren völlig fasziniert davon! Nach zweieinhalb Stunden Wartezeit, in denen wir das Terminal und die Marken- und Designergeschäfte besichtigt haben, ging dann der Flug in einer etwas kleineren Maschine weiter nach Bali. Die Ankunft und das Auschecken verliefen problemlos. Touristen zahlen für ihr Visum 25 US-Dollar, dann geht es durch die Passkontrolle und zum Gepäckband. Mir fiel auf, dass die Grenzbeamten bei der Einreise sehr freundlich waren. Unser Gepäck wurde von der Reiseleitung in Empfang genommen und nach der Ankunft im Hotel auf die Zimmer gebracht.

Das Bali Mandira ist ein 3-Sterne Hotel und liegt inmitten einer großen und sehr gepflegten Gartenanlage, nur durch eine schmale Straße (ohne Verkehr) getrennt, direkt am Strand. Die Zimmer waren groß und die Ausstattung mit Klimaanlage, kostenlosem Safe, Kühlschrank, Fernseher und Telefon komplett. Leider ließ die Sauberkeit im Bad ein wenig zu wünschen übrig. Es stand Wasser im Raum und die Badewanne war schon etwas älter. Das Holz der Tür war aufgequollen und es hatte sich Schimmel gebildet. Aber wir wollten das Zimmer eh nur zum Schlafen nutzen und der negative Eindruck des Zimmers wurde durch die tropische Gartenanlage wieder wett gemacht.
Eine tropische Anlage mit einer tollen Pracht der exotischsten Pflanzen. Und super gepflegt. Stets waren fleißige Geister im Einsatz um hier zu schneiden, dort zu bewässern und zu pflanzen.
Durch den Garten geht es zum Frühstückssaal, zu Spa und Restaurant, zur Poolbar mit den beiden Swimmingpools. Das Highlight war ein Pool auf dem Dach einer Terrasse mit Blick auf den Garten und das Meer.
Das Meer war nur durch eine schmale Promenade ohne Verkehr vom Hotel getrennt. Feinsandiger aber sehr heißer Sand und das warme Meer luden zum Spaziergang und zum Baden ein. Leider herrschte eine starke Brandung mit sehr hohen Wellen. Deshalb war Schwimmen leider nicht möglich. Aber man konnte ohne Probleme bis zur Brust ins Wasser und in der Brandung herumtoben. Was ich auch fleißig genutzt habe.

Das Essen war stets sehr schmackhaft und bekömmlich. Das balinesische Bier (ich habe das Bintang getrunken) braucht den Vergleich mit anderen internationalen Sorten nicht zu scheuen. Was sehr positiv auffiel waren die Preise.
Natürlich war bei den niedrigen Preisen auch shoppen angesagt. Natürlich haben wir, wie jedes Jahr, wieder viel zu viel eingekauft und mussten am Ende der Reise sogar noch eine zusätzliche Reisetasche kaufen :-)

Unser Urlaubsort selber, Legian, ist voller Leben. Es reiht sich ein Geschäft neben dem nächsten. Sei es ein Basar, ein Restaurant oder handwerkliche Betriebe wie Schneider, Schmuckgeschäfte oder Holzschnitzer.
Es machte Spaß zu schauen und zu stöbern. Eine Zumutung ist allerdings der Verkehr. Ich habe selten so viele Motorräder gesehen. Ständig das Knattern der mehr oder weniger gepflegten Motoren und der permanente “Duft” der Abgase waren schon lästig. Aber mit diesem Fortbewegungsmittel kommt man am schnellsten durch den dichten Verkehr.

3.50 von 5 Punkten, basierend auf 2 abgegebenen Stimmen.
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1 Kommentar »

  1. [...] sich darüber hinaus für Bali interessiert, der kann auch gerne mal auf dieser Seite einen Reisebericht über Bali [...]

    Pingback von Reisebericht der Woche: Woche 38 / 2008 — 15. September 2008 @ 17:18

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