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30. November 2011

Mit dem Auto von Abu Dhabi durch Iran, Türkei, Griechenland, Italien nach Deutschland


Der nachfolgende Reisebericht wurde von P.Schneider eingeschickt. Anbei befinden sich 2 interessante PDF-Fotoberichte. Zuerst der Bandar-Abbas-Qeshm-Island und danach der Fotobericht-Izmir-Venedig. Viel Spaß!

02.10.2011

Nun sind wir schon seit 3 Tagen im Iran. Der erste Eindruck war sehr positiv was sich bis heute besstaetigt hat. Ich habe bis noch nie Menschen getroffen, die so hilfreich und gastfreundlich sind wie die Iraner.

Die Stadt Bandar Abbas, die sich am Persischen Golf erstreckt ist sauber und beeindruckt mit einem riesigen Bazar und mit vielen Einkaufszentren. Das Hotel in dem wir logieren stammt aus der Shah Zeit und zwar renovierungsbeduerftig aber sauber.

Gestern erfuehren wir dass sich das Schiff mit unserem Auto im Hafen von Bandar Abbas befinden soll. Morgen erfahren wir mehr.

Die Wartezeit haben wir mit einem Besuch auf der nahe liegenden Insel Qeshm verbracht. Die Fahrt dorhin ging an unzaehligen Tankern und Frachtschiffen, die auf die Durchfahrt der Strasse von Hormuz warteten, vorbei.

14.10.2011

Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch das Payeh Gebirge (der Pass war 2,740m ueber dem Meeresspiegel) erreichten wir am 14.10.2011 Shadad, das Tor zur Dasht-e Lut Wueste. Dort besuchten wir mehrer Caravanserien, die vor ueber 2000 Jahren erbaut worden sind. In der Naehe befindet sich „the hottest spot on our Planet“. Man hat dort Temperaturen von ueber 65 Grad Celsius gemessen. Die Dash-e Lut Wueste befindet sich im Iran/Afghanistan Grenzgebiet. Heute wollen wir die Teppichstadt Kerman erkunden und morgen fahren wir dann weiter nach Shiraz.

Inzwischen haben wir eine Strecke von ueber 3,500 km zurueckgelegt und sind in Esfahan angekommen. Verglichen mit Shiraz ist Esfahan mit seinen einmaligen, wunderschoenen Parkanlagen und historischen Gebaeuden noch sehenswerter. Eigentlich sollten wir noch laenger in Esfahan verweilen. Morgen wollen wir aber in Richtung Tehran weiterfahren. Das Wetter war bisher wunderschoen. Wir konnten fast immer den tiefblauen Himmel bewundern. Auch die Temperaturen waren meistens sehr angenehm. Sie lagen tagsueber immer ueber 29degC und nachts nicht unter 12 degC. Je noerdlicher wir gekommrn sind waren die Temperaturen aber stetig gefallen. Wir rechnen in Tehran mit veraenderten Wetterverhaeltnissen. Nach dem Tehranbesuch wollen wir anschliessen den Kaukasus (5671m) durchqueren, um an der Kaspischen Meereskueste in Richtunh Taebris zu fahren. Im Kaukasus rechnen wir mit viel Schnee.

08.11.2011

Nach einer Fahrt von ueber 5,500km haben wir gestern Nachmittag nach vielem Hin und Her die IRAN/TUERKEI Grenze ueberschritten.

Von Tehran aus ging die Reise zunaechst durch das Alborz Gebirge in Richtung Kaspisches Meer. Die Fahrt durch das tief verschneite Gebirge war sehr aufregend. Je weiter wir uns dann der Kaspischen Meereskueste naeherten wechselten sich bei angenehmen Temperaturen Waelder und gruene Felder ab. Das hatten wir einfach nicht erwartet. Diese Gegend koennte auch irgwo am Mittelmeer sein. In Richtung Taebriz mussten wir dann das Alborz Gebirge noch eimal ueberqueren und fuhren dann ganz in der Naehe des Mt. Sabalan (4,911m ueber NN) vorbei, der einem riesigen Eisblock glich. Es war ein ueberwaeltigender Anblick. Nach einem mehrtaegigem Aufenthalt in Taebriz fuhren wir dann in Richtung Iran/Tuerkei Grenze weiter.

Nachdem passieren der Grenze konnten Mt. Arart (5,137m ueber NN), der nicht weit von der Strasse entfernt war in seiner vollen Groesse bei fast wolkenlosem blauem Himmel bewundern. Am spaeten Abend erreichten wir nach 320km Erzurum, dass ueber 2,000m ueber NN liegt. Wir wohnen nun im einem Hotel, dass zu einem Skiresort gehoehrt und 2,200m hoch ueber der Stadt liegt. Der Ausblick aus unserem Hotelfenster ist bezaubernd. Allerdings liegen die Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.

Wir sind sehr ueberrascht ueber die vielen ausgezeichneten Wintersportmoeglichkeiten in Anatolien (Kurdistan).

Heute wollen in Richtung Mittelmeerkueste starten.

14.11.2011

Inzwischen naehern wir uns immer mehr Europa. Von Erzurum sind wir Teile des – wirklich wilden Kurdistan – auf schneebedeckten Hochebenen durchfahren, haben den Quellsee des Tigris Flusses ueberquert und hatten schliesslich das Mittelmeer in der Naehe von Iskenderun erreicht. Vorgestern sind wir auf der Kuestenstrasse von Silifke nach Alanya gefahren. Auf der Seeseite konnten wir In der Ferne die Berge von Zypern erkennen. Obwohl diese Strasse jetzt ausgebaut wird gilt sie immer noch als eine der interessantesten Kuestenstrassen ueberhaupt. Man ueberquert – auf teilweisen sehr gefaehrlich angelegten Strassen – Gebigsauslaeufer und durchquert Meeresbuchten mit spetakulaeren einmaligen Ausblicken. Es ist immer wieder ein einmalges Erlebnis! Selbst heute koennen wir es kaum glauben, dass wir auf dieser Strasse – ohne Probleme – vor 400 Jahren schon einmal mit einem Wohnwagen entlanggefahren sind. Gestern ging dann die Fahrt von Analya weiter zunaechst nach Side und spaeter ueber Antalya nach Kas. Kas ist der bisher schoenste Ort, den wir in der Tuerkei gesehen haben. Er liegt an einer Steilkueste umgeben von Kiefernwaeldern und herrlichen Straenden. In der Naehe befinden sich neben vielen anderen historischen Sehenwuerdigkeiten die Grabeskirche des heiligen St. Nikolaus und die lykischen Felsengraeber aus dem 5. Und 4. Jahrhundert vor Chr.

Wir haben inzwischen 8,357 km zurueckgelegt und hoffen in den naechsten 10 Tagen in Rheibreitbach anzukommen.

20.11.2011

Nachdem wir die im 1. Weltkrieg stark umkaempften Staetten auf den Dardanellen besucht und die TURKISCH/GRIECHESCHE Grenze passiert hatten setzten wir unsere Fahrt auf einer fast nagelneuen Autobahn in Richtung Thessaloniki fort. Von der Autbahn genossen wir herrliche Ausblicke auf Staedte in wunderschoenen Merresbuchten und auf die Insel THASSOS. Auf der Fahrt von Thessaloniki nach der malerisch in einer Bucht gegenueber der Insel Korfu gelegenen Hafenstadt Igoumenitsa in der Naehe der GRIECHISCH/ALBANISCHNEN Grenze durchfuhren wir eine vielzahl von Tunneln und genossen unvergessliche Blicke auf mit Olivenhainen bewaldete Taeler und teilweise schneebedeckten Berge. Seit heute morgen befinden wir uns bei strahlend blauem Himmel auf eiem Faehrschiff von Igoumenitsa aus in Richtung Venedig. Die Fahrt dauert ca. 23 Stunden. Morgen frueh werden wir dann in Vendig ankommen. Dort wollen wir dann Brigittes Geburtstag verbringen. Ab uebermorgen nehmen wir dann die letzten Etappen unserer Reise in Angriff und hoffen zwei Tage spaeter in Rheinbreitbach einzutreffen.

3.00 von 5 Punkten, basierend auf 1 abgegebenen Stimmen.
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1 Kommentar »

  1. Prima der Resiebericht :-)

    Kommentar von Lars Kiesewalter — 7. Januar 2012 @ 20:52

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