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19. September 2012

Oman-Reisen: ein Muß für Weltenbummler

Kategorie: Oman – 12:36

Die beste Reisezeit für den Oman sind die deutschen Wintermonate. In dieser Jahreszeit sind angenehme 26 Grad in der Luft und im Wasser. Was viele nicht wissen, Oman ist ein äußerst sicheres Reiseland, da es da kaum Kriminalität gibt.

Um das Sultanat so umfangreich wie möglich zu erfahren, haben wir uns für eine 9-Tages-Rundreise mit dem Reiseveranstalter Horizont Tours entschieden. Wir waren 4 Reisende und ein einheimischer Guide, so dass wir in den meisten Situationen den Ablauf der Rundreise individuell anpassen konnten.

Eines möchte ich noch vornweg anmerken: Das Sultanat Oman ist zwar eine Region, die sich immer mehr dem Tourismus öffnet, dennoch ist es für die meisten Besucher ein Geheimnis. Oman ist sicher kein Nation der Superlative, sondern mehr ein Land der Farben, Düfte und Kontraste. Und es ist ein Land mit großartigen Landschaften. Dies alles macht es so wundervoll und eine Reise dorthin so attraktiv.

2. Tag – Stadtrundfahrt Muscat

Der 1. Tag in der Hauptstadt führte uns gleich zur Sultan-Qaboos-Moschee, ein Bauwerk der Superlative.

Anschließend sind wir ins Naturkundemuseum gegangen. Eigentlich schaue ich mir die Natur lieber unter freiem Himmel an. Jedoch um einen Überblick über die Flora und Fauna der Region zu bekommen, war die kleine Ausstellung der perfekte Einstieg.

Nach einem Ausflug durch das Botschafts- und Regierungsviertel besuchten wir das Al Bustan Palace, ein Hotel das ich bisher nur aus dem Fernseher kannte.

Auf dem ursprünglichen Souk -dem Markt -  hatten wir Zeit zu einem ausführlichen Einkaufsbummel. Neben omanischen Waren wie Weihrauch und Myrre gibt es auch Schmuck aus Silber und Gold. Bei den Töpferwaren konnte ich dann tatsächlich nicht wiederstehen. Unser Reiseleiter Adel, ein Omani der deutsch kann, erklärte uns die vielen Gewürze und auch die Verhandlungstaktiken der Händler. Auch ich versuchte mich erfolgreich beim Handeln.

3. Tag – Wadis

Die Aussicht in den Gebirgen ist fantastisch. Unsere Straße schlängelt sich durch nackte, trockene Felsen. Beim Bait Al Afreet, dem “Haus des Dämons” machten wir eine Picknickpause. Auf der Küstenstraße passieren wir das Wadi Shab. Es ist eines der schönsten und grünsten Wadis des Sultanats. Wir sind in das Wadi mit den vielen kleinen Gärten dann auch mal hineingelaufen.

Am frühen Nachmittag ging es nach Sur. In dieser bekannten Stadt der Seefahrer sahen wir viele der alten und auch heute noch errichteten Holz-Dhaus. Adel schilderte uns ausführlich deren Herstellung.

Wir durchquerten noch etliche Wadis, besichtigen die Ruinen der Stadt Qalhat und erreichen am frühen Abend das Turtle Beach Ressort. Obwohl wir nicht in der  klassischen Legezeit der Schildkröten (August) im Oman waren, sahen wir im Dunklen zwei Green Turtles am Strand.

4. Tag – Wadi Bani Khalid

Das Wadi Bani Khalid ist ein langer Wasserkanal dessen Wasser in einem großen Becken gesammelt wird. Die karge Landschaft wirkt mit dem breiten Fluss und den üppig wachsenden Bäumen und Sträuchern am Ufer sehr bizarr. Selbstverständlich sind wir auch mal schwimmen gegangen.

Das nächste Highlight war eine spektakuläre Autofahrt durch die berühmte Wahiba-Wüste. Mit dem Allradjeep sind wir kühn über die riesigen Sanddünen gefahren und hatten eine Menge Spaß.

Tag 5 – Delfine an Muscats Küste

Die Tour führte uns wieder zurück nach Muscat, wo wir einen Bootsausflug gemacht haben und unser kleines Schiffchen von Delfinen begleitet wurde. Am Nachmittag hatten wir Zeit die Stadt allein zu erkunden. Mich hat es wieder auf den Markt zurückgezogen. Unglaublich, was man dort alles entdecken kann. Am blitzsauberen Qurum Beach mitten im Herzen von Muscat haben wir noch eine Badepause eingelegt. Frauen sollten allerdings nicht im Bikini baden.

Tag 6 – Hajar Berge

Dieser Tag führte uns  westlich in das Hajar Gebirge. Dort tront auf einem Bergmassiv die mächtige Festung von Nakhal. Ein sehr imposantes Gebäude in dem zum Teil die alte Lebensweise noch besichtigt werden kann. Das Schöne auf unserer gesamten Tour war die Abwechslung zwischen Abenteuer und Erholung. Auch an diesem Tag gab es hin und wieder erholsame Momente, wie beispielsweise der Besuch der warmen Quellen Ain Towarah.

Über die immer wieder ins Staunen versetzenden Berge fuhren wir in die Bergoase Ballad Seet, die seit über 3000 Jahren von Menschen bewohnt wird. Weiter ging es über Al Hambra nach Nizwa.

7. Tag – Alte Hauptstadt Nizwa

Nizwa ist die ursprüngliche Hauptstadt Omans. Wahrzeichen der Stadt ist der alte Wehrturm des Forts des Sultans. Bevor wir das Gebäude besichtigten, brachte uns Adel zum Markt von Nizwa. Da Freitag war, hatten wir sogar Gelegenheit den wöchentlichen Viehmarkt zu sehen. Der Souk gibt einen wunderbaren Überblick über die regionale Kunst des Handwerks.

Nizwa ist etwas konservativer als Muscat und so wird empfohlen, hier nur mit langen Röcken aus dem Hotel zu gehen.

Später fuhren wir mit dem Auto auf das Hochplateau des Jabal Shams. Diese Aussicht sollte ein jeder auf seiner Reise durch den Oman mit einplanen. Nicht umsonst heißt der Berg übersetzt Sonnenberg. Wir genossen den Ausblick auf den Grand Canyon des Omans und blickten direkt in den Sonnenuntergang.

Tag 8 – Auspendeln in Muscat

Nach 7 intensiven Tagen im Oman genossen wir noch einmal die Sonne am Strand von Muscat.

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