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2. August 2008

Ungarn Reisebericht: Siofok am Plattensee

Kategorie: Ungarn – 12:10

Vorab vielleicht etwas zu Siofók selbst. Siofók ist ein überschaubarer Ort am Ufer des Plattensees und ist rund 120km von Budapest entfernt. Kulturelle Menschen haben da nichts zu suchen. Als Wahrzeichen dient ein Wasserturm, der schön anzusehen ist. Aber eigentlich ist es ein Ort zum Feiern.

Wir selbst haben uns mit 20 Mann ein schönes Haus für 2 Wochen gemietet. Vorsicht! – “Außen Hui, Innen Pfui!” Die Fassade wirkte schön zurecht gemacht und auch der Vorgarten wirkte gepflegt. Zumindest auf dem Foto im Katalog. Nach einer knapp 20-stündigen Busfahrt, von der wegen akutem Platzmangel abzuraten ist, kamen wir in Siofok an.

Zunächst traf man sich mit seinem Reiseveranstalter für Jugendreisen, der Einem die Schlüssel überreicht. Zuvor bekamen wir aber noch übermittelt, dass in dem Haus vor einiger Zeit eine Katze umgekommen sei und da such schon einige gelegen hätte. Daraufhin wurde uns ein anders Haus angeboten. Jedoch wollten wir es uns erstmal anschauen, da uns versichert wurde, dass der Gestank weg sei. In kürzester Zeit waren dann die Taxis mit Anhänger für unser Gepäck da.

3 PKWs an der Zahl … für 20 Jungen und Mädels. Wir verstanden die Welt nicht mehr, als die ungarischen Taxi-Fahrer gestikulierten, dass wir uns da reinstopfen sollten. Angekommen und besichtigt beschlossen wir, dass das Haus für bewohnbar und zogen ein.

Aber wahrscheinlich waren wir alle nur froh, du uns endlich die Zähne putzen zu können. Bevor man sich mit dem Reiseveranstalter verabschiede konnte, gab es uns die Information, dass in der Gegend öfters eingebrochen wird. Man soll doch alle Fenster immer fest verschließen und seine Wertsachen verteilt im ganzen Haus verstecken. Es war wie eine Zeitreise, wenn man durch die Tür ging. Die Fassade war, wie bereits gesagt, schön zurechtgemacht. Die gesamt Einrichtung stammte allerdings aus Zeiten der frühen DDR.

Jeglich der Fernseher und die zwei Bäder waren neuerem Baujahres. Vom Haus waren wir sehr enttäuscht.
Endlich so richtig angekommen, gingen wir Geld wechseln und besuchten den See. Leider war ausschließlich Wiese vor dem See und keinerlei Sandstrand … und für so was mussten wir täglich rund umgerechnete 2,50€ zahlen.

Nachts geht die kleine Stadt dann auf. Unzählige Kneipen, Diskos und Restaurants zierten mit schönen Lichtspielchen die ganze Stadt. Da ist für jeden etwas dabei. Wer allerdings geglaubt hatte, dass man dort Geld sparen kann, wurde enttäuscht. Die Preise ähneln doch sehr den Verhältnissen in Deutschland. Die Raucher durften sich über kleinere Preise freuen. McDonalds war sogar teurer!!!!

Ich kann nur ungarisches Gulasch du die Steinofenpizza empfehlen. Sehr sehr lecker… In den Diskos wird man sehr schnell missverstanden, was oftmals zu Eskalationen führt. Also so vergingen die Tage.

Am Tag der Abfahrt ein letzter Schock. Bei 20 Personen entsteht in 2 Wochen eine Menge Müll… ist ja eigentlich selbstverständlich. In Ungarn hatten wir 1 80l Tonne. Für den Müll, der neben der Tonne lag, sollten wir extra bezahlen. Umgerechnet knapp 80Cent pro Beutel… sagte uns der Hausbesitzer. Das konnten wir aber mit unserem Reiseleiter klären, ohne das weiteres Geld geflossen ist.

Im Endeffekt kann man von einer Familienreise nur abraten, da die gesamte Ortschaft aufs Feiern spezialisiert wurde (Denn kann ich ein Hotel in Budapest empfehlen). Ein weiteres Minus gibt’s für undruchsichtige Kataloge und alte Hausbesitzer, mit denen man nur schwer kommunizieren kann.

Ein Plus gibt’s für die alle Raucher und Leckermäuler… hervorragendes Essen. Ein weiteres Pro für eine perfekte Partylocation mit viel Abwechslung.

Dieser Reisebericht wurde von Rick P. eingeschickt.

3.75 von 5 Punkten, basierend auf 4 abgegebenen Stimmen.
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1 Kommentar »

  1. Beim Geldwechsel muss man aufpassen, aber in discos und Restaurants kann man als Tourist leicht abgezockt werden. Das ist in den meistensosteuropäischen Ländern der Fall. Also Hardnekig bleiben und vorab informieren. Mache diesen Sommer mit einem ungarischen Freund Urlaub und versuche dennoch etwas ungarisch zu lernen.

    Kommentar von Stephan Falk — 24. April 2012 @ 17:35

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